Gröger, Roman Hans
Höhen und Tiefen
Gotthard von Ritschl (1863 – 1920) – eine Annäherung
Artikel Nr 2120
ISBN 978-3-85028-728-9
erschienen 09.10.2015
Maße 23 x 15,5 cm
Seitenanzahl 150 Seiten + US
Einband Franz. Broschur
Gewicht 500 g
Preis 19,90
Lieferstatus   Lieferbar
Buchbeschreibung
Im Sommer 1898 galt Gotthard von Ritschl als Wohltäter und Künder einer neuen Zeit. Soeben hatte die elektrische Bahn vom Praterstern in Richtung Kagran eröffnet und die Baufirma „Ritschl & Co.“ ins Rampenlicht katapultiert. Der junge Unternehmer schien der Konkurrenz in Wien um Jahre voraus zu sein. Schnell entwickelte er sich zu einem scheinbar tüchtigen Bahnbauer. Allerdings verspekulierte er sich und Auftragnehmer blieben ihm Geld schuldig. Die Folge war, dass seine Firma Bankrott ging. Aber er versuchte es noch einmal, nun in Graz und jetzt mit einer Wohnbaugenossenschaft. Er schien klüger geworden zu sein, denn er vereinigte alle Entscheidungsträger in seiner Person. Die Folge war, dass er ein Spekulationsgeschäft aufzog und sich illegal am Besitz der Genossenschaft bereicherte. Sein Glück war, dass er vor Beginn des drohenden Prozesses verstarb.
Wer aber war dieser Mann, der eine anscheinend große Zukunft derart leicht aufs Spiel setzte? Wer war seine Familie, seine Gattin und seine Kinder und was wurde aus ihnen?

Vorliegende Biographie ist eine Annäherung an die Person Gotthard von Ritschl. Sie basiert zum Großteil auf offiziellen Akten und Darstellungen der Behörden und Ämter, mit denen Gotthard von Ritschl in Kontakt kam. Aus diesen kann der Aufstieg in lichte Höhen und der tiefe Fall genau rekonstruiert und nachvollzogen werden.
Autorenbeschreibung
Roman Hans Gröger, geboren am 2. März 1970 in Wien, wurde früh das Interesse an "Geschichte" im Allgemeinen und an den Straßenbahnen und ihrer Entwicklung im Besonderen geweckt.
Nach der Matura 1988 zunächst ein Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien der Betriebswirtschaftslehre, brach dieses aber nach einem Jahr wieder ab, um Geschichte zu studieren.
Dieses Studium wurde 1993 mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen, ebenso das daran angeschlossene Doktorratsstudium. Im Jahre 1995 Eintritt in den Bundesdienst, zunächst in der Universitätsdirektion, von wo er zwei Jahre später in das Österreichische Staatsarchiv, Abteilung Allgemeines Verwaltungsarchiv versetzt wurde. Hier zuständig für die Akten der Bestandgruppen Inneres, Landwirtschaft und seit 2009 auch das Eisenbahnwesen.
An Publikationen sind Beiträge zur Revolution von 1848 in der Österreich Edition des Archivverlags sowie in den Festschriften zur 150-Jahr-Feier der Südbahn zu nennen. Im Jahre 2001 Autor als Teil des Teams "Zwischen Himmel und Erde. Die Militärseelsorge in Österreich". Weiters ein Beitrag zum Ausstellungskatalog zu "300 Karl VI." des Österreichischen Staatsarchivs mit dem Schwerpunkt Straßenbau sowie eine Darstellung der Geschichte des Eisenbahnarchivs in Wien für die Festschrift "175 Jahre Eisenbahn in Österreich" und einen Beitrag zu den Konzepten für die Errichtung eines Schnellbahnnetzes in Wien zur Festschrift "50 Jahre Wiener Schnellbahnnetz" sowie zu „Basilika mit Gleisanschluss. Die Mariazellerbahn“ bei.
Rezensionen

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- Quelle: Österr. Ingenieur- und Architekten-Zeitschrift