Gröger, Roman Hans
Friedrich Knysche Wienerwald -Bahnen und -Bauunternehmungen
Villensiedlung und Straßenbahnen im Wienerwald
Artikel Nr 2236
ISBN 978-3-85028-798-2
erschienen 16.11.2017
Maße 23 x 15,5 cm
Seitenanzahl 46 Seiten + US
Einband Softcover
Gewicht 500 g
Preis 12,90
Lieferstatus   Lieferbar
Buchbeschreibung
Ausgehend von der versuchten Gründung einer Aktiengesellschaft zur Errichtung von Straßenbahnen und Villen im Bereich des südlichen Wienerwaldes, erwachten die Planungen zu einem nie gebauten Netz von Lokalbahnen wieder.
Geboren wurde Friedrich Kny im Jahre 1849 in einem begüterten Elternhaus und er arbeitete im Laufe seines Lebens auch bei der „Ersten Einbruchsversicherungsgesellschaft“, bei der er bis zum Oberinspektor aufstieg. Da sich sein Leben nicht in gewünschtem Maße zu verbessern schien, sah er offenbar Möglichkeiten, mit Hilfe des Eisenbahnwesens der Situation entrinnen zu können.
Das schon erwähnte Liniennetz berührte zahlreiche Orte rund um Wien, besonders Baden, Klausen-Leopoldsdorf, Alland aber auch Bad Vöslau, Bruck/Leitha sowie St. Pölten sind hier zu nennen. Hierbei standen neben den Personen- auch Gütertransporte im Mittelpunkt.
Zudem wird neben den Vorteilen, die die Linien für die Ortschaften gehabt hätten, auch immer wieder die verkehrstechnische Anbindung der großen Eisenbahngesellschaften sowie der Wiener Städtischen Straßenbahnen beleuchtet. Die Verbindung der Strecken war in Rodaun sowie in Mödling geplant, wobei der direkte Übergang der Wagen durchaus auch angedacht war.
Bei genauerer Betrachtung des Projekts fand sich ein Konkurrenzkampf zwischen dem von der Not getriebenen Friedrich Kny und einem Techniker. In diesem Zusammenhang zeichnete sich bereits das Scheitern des Projekts ab. Der Erste Weltkrieg unterbrach sämtliche Planungen. Nach der Bildung der Ersten Republik versuchte Friedrich Kny mit einem fantasievollen Ansatz seine Träume wahr werden zu lassen. Doch wieder scheiterte er und sein Ende dürfte letztlich tragisch gewesen sein.
Autorenbeschreibung
Geboren am 2.3.1970 in Wien, wurde in ihm früh das Interesse an Geschichte und an der Entwicklung der Straßenbahnen geweckt. Nach der Matura 1988 begann er 1989 das Studium der Geschichte und beendete es 1993, ebenso wie das darauffolgende Doktoratsstudium, mit ausgezeichnetem Erfolg. Im Jahre 1995 trat er in den Bundesdienst ein und wurde zwei Jahre später in das Österreichische Staatsarchiv versetzt. Seither ist er dort für die Akten der Bestandgruppen Inneres, Landwirtschaft und seit 2009 auch für das Eisenbahnwesen zuständig.
Seine Publikationen umfassen Beiträge zur Revolution von 1848, die Geschichte der Militärseelsorge in Österreich (2001) und – im Rahmen seiner Tätigkeit im Österreichischen Staatsarchiv – Beiträge zu Ausstellungskatalogen. An den Festschriften zur 150-Jahr-Feier der Südbahn sowie „175 Jahre Eisenbahn in Österreich“, „50 Jahre Wiener Schnellbahnnetz“ und „Basilika mit Gleisanschluss. Die Mariazellerbahn“ wirkte er als Autor und Herausgeber mit.

Weitere Publikationen des Autors:
Die unvollendeten Stadtbahnen (Innsbruck 2009)
Schienen für die Ewigkeit (Innsbruck 2010)
Diese Stadtbahn ist eine Schnellbahn (Horn 2011)
Die Wienerwaldbahnen (Horn 2011)
Joseph I. (1668–1711). (Horn 2011)
Erinnern verboten! Wien – Hamburg des Südostens (Horn 2012)
Wege in Wien 1873 (Horn 2012)
Das Stammhaus (Horn 2013)
Verletzte Schienen (Horn 2014)
Staatsreformen (Horn 2014)
Höhen und Tiefen (Horn 2015)
Die Pulsadern Europas - Franz Joseph und seine Eisenbahnen (Horn 2016)
Entlang der Rosenbucht mit der Straßenbahn von Portoroz nach Piran (Horn 2016)
Der Ständestaat. Odo Neustädter-Stürmer – Leben und Ideologie (Horn 2017)
Eine Saugader in der Steiermark. Die Eisenbahn Kaindorf - Pöllau (Horn 2017)